Digitale Speditionen in der Lebensmittellogistik
DOI:
https://doi.org/10.2195/lj_NotRev_michel_de_202102_01Schlagworte:
Digitale Spedition, Lebensmittellogistik, Transportlogistik, digital freight forwarding, food logistics, logistics, transportationAbstract
Digitale Speditionen fluten den Logistik Markt mit disruptiven Geschäftsmodellen“ [Scha18] heißt es in einem Blogbeitrag der Bundesvereinigung Logistik. Diese Aussage deutet darauf hin, dass im Rahmen der digitalen Transformation das traditionelle und etablierte Speditionsgeschäft durch neue Geschäftsmodelle verändert und die Spielregeln der Branche neu aufgestellt werden. Diese Geschäftsmodelle bedienen sich an der Technologie des maschinellen Lernens, um im Vorfeld die Warenströme oder Preise besser prognostizieren zu können. Dadurch lassen sich in der Theorie bessere Auslastungen der Fahrzeuge planen, sowie die Transparenz von Transportpreisen fördern. [Schi18] Ob diese Geschäftsmodelle die Zukunft der Speditionsbranche komplett „disruptet“ oder nur ein momentaner Trend ist, kann aktuell noch nicht festgestellt werden. Ein Unternehmen, welches sich als „digitale Spedition“ bezeichnet, obliegt denselben gesetzlichen Rechten und Pflichten, wie sie im Handelsgesetzbuch (§454) für traditionelle Speditionen definiert werden (kurz: Besorgung von Versendungen). Dennoch unterscheidet sich der Ablauf einer digitalen Spedition zu einer traditionellen Spedition. Der Geschäftsprozess einer digitalen Spedition entspricht in seiner Funktion im Wesentlichen dem der Frachtenbörse. Das heißt ein digitaler Spediteur bietet eine digitale Plattform an, in dem Verlader und Frachtführer je nach Bedarf zusammengeführt werden. Im Gegensatz zur Frachtenbörse werden allerdings die Preise zwischen Ladung und Transportmittel nicht untereinander verhandelt, sondern durch ein Algorithmus vergeben. Der zweite Unterschied zur Frachtenbörse und gleichzeitig entscheidende Faktor zur Identifikation als Spedition besteht darin, dass digitale Speditionen als Fixkostenspediteure im Internet agieren und somit als Vertragspartner zwischen Verlader und Frachtführer „per Mausklick“ auftreten. [Fra17]Downloads
Veröffentlicht
02.02.2021
Zitationsvorschlag
Michel, V., & Siegfried, P. (2021). Digitale Speditionen in der Lebensmittellogistik. Logistics Journal: Editorial-Reviewed. https://doi.org/10.2195/lj_NotRev_michel_de_202102_01
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